Die Ausstellung „Genau und anders” analysiert und kommentiert die Verknüpfungen der Kunst mit unserer von Zahlen, Berechnungen und geometrischen Konstruktionen bestimmten Wirklichkeit.
120 künstlerische Positionen demonstrieren, wie mathematische Fragestellungen die Avantgarde des 20.Jahrhunderts beeinflusst haben. Die mathematische Spurensuche beginnt mit Albrecht Dürers berühmter Melencolia (1514) und führt in die von Juan Gris, Férnand Léger, Henri Laurens oder Giacomo Balla repräsentierte Moderne. Themenblöcke wie das Quadrat als absolute Form präsentieren konkrete Kunst von Max Bill bis Georges Vantongerloo, Surrealisten wie Max Ernst und seine Zeitgenossen Marcel Duchamp und Man Ray ebenso wie Künstler der 1960er-Jahre wie Carl Andre, Donald Judd oder Sol LeWitt bis zu Vertretern der Gegenwart.
„Genau und anders” geht der Frage nach, welche Auswirkungen die Beschäftigung mit mathematischen Phänomenen und Formen auf die Kunst des 20. Jahrhunderts gehabt hat, und sucht nach Analogien und Unterschieden zu früheren Jahrhunderten. Mehr als 300 Werke von 120 Künstlerinnen und Künstlern demonstrieren, wie mathematische Fragestellungen die Kunst des 20. Jahrhunderts mit beeinflusst haben. Die Ausstellung zeigt jedoch auch, wie die künstlerische Freiheit mathematische und geometrische Systeme überwindet und andere Formen der Erkenntnis anstrebt.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Beiträgen von Dieter Bogner, Wolfgang Drechsler, Michael Rottmann, Peter Schreiber, Rudolf Taschner und Gabriele Werner.
Das Vermittlungsprogramm wird durch Themenführungen ergänzt, die von den Kuratoren der Ausstellung und Rudolf Taschner durchgeführt werden.
Die Ausstellung ist im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien zu sehen.
Weitere Informationen gibt es direkt auf der Homepage zur Ausstellung.
(fm/wissenschaft-im-dialog.de)
Zur Übersicht
|